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Gedichte von Wolfgang Appell
 

 
 
Ratschläge für
 
Aals Freunde
 
In jungen Jahren hieß er nach Glas,
weil er als Glas-Aal nie vergaß
den Freunden und den Leuten,
mit Wein im Glas, glasklar die Welt zu deuten.
Als Silber-Aal mit 50 Jahren
kann man von ihm weit mehr erfahren
als Faust vom Teufel sich erbat.
So sei sein Titel auch Aal-Rat.
Doch suche seinen Rat man frühe,
denn spät am Abend hat er Mühe.
Einst nachtaktiv und räuberisch,
sucht dieser alte Knochenfisch
den Schlaf vor Mitternacht bei Tisch.
 
Grünkohl-Freunde
 
Es lüftelt lau im Hirn die Leere,
stürmt grüner Kohl mir durch´s Gedärm.
Wenn ich den Reim leis´ wiederkehre,
macht er dazu festlich den Lärm.
Willst mit Genuss den Schiss bedenken,
ohn´ dir den Magen zu verrenken,
trinke vom Klostertropfen - bitter -
am besten gleich ein Viertelliter.
 
Nadinchen
 
Nadinchen fehlte der Verstand,
weil blöd und fies sie Mathe fand.
Nadinchen pass nur auf im Leben,
sonst stehst du eines Tags daneben.
Denn ohne Mathe, liebes Kind,
der Mensch nur blöde Arbeit find!
Bringst 1 + 1 du nicht zustande,
dann sagt ein jeder hier im Lande:
"Eeh, krass, das ist ja voll die Öde,
die nehm' ich nicht, die ist zu blöde."
 
 

 
   
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